Das künstlerische Schaffen Christian Bärmanns in der Presse


          Inhalt:

          • Bayer. Statszeitung (Maxim. Bogenstätter)
          • Hermann Nasse im "Bayerland"
          • Münchner Neueste Nachrichten
          • Der Tag, Berlin
          • Neue Freie Presse, Wien.
          • München-Augsb. Abendzeitung.
          • Die Fahne
          • Deutscher Kurier für die Niederlande.
          • Frankfurter Zeitung
          • Fränkischer Kurier, Nürnberg.
          • Hamburger Illustrierte Zeitung


          DIE HONRICHE

          Da hat ein gütiges Schicksal mir dieses Märchenbuch mit 10 Bildern auf den Tisch gelegt. Ich las und wurde dem Schicksal für diese köstliche Gabe dankbar. Eine aussergewöhnliche Doppelbegabung hat hier ein Werk geschaffen, das dichterisch und künstlerisch gleich wertvoll ist. Ich sehe eine Zeit kommen, in der dieses Buch viele Freunde in deutschen Häusern haben, in der Deutschland auf diesen Mann und seine Kunst stolz sein wird. Eine schlichte Geschichte wird zwar erzählt, aber wie! In einem hohlen Baum wohnt ein Schwarm übermütiger Blumenengel. Sie heissen Honriche, weil sie sich von Honig nähren. Aber wie's so geht in der Welt. Nichts ist vollkommen. Auch unsere Honriche sind Engel nur bis ans Knie und dann gehen die Lausbuben an. Das merkt man an den Streichen, die sie der guten alten Kröte zufügen. Doch es gibt auch für diese Schelme eine augleichende Gerechtigkeit. In diesem feinen Märchen mit seinem grossen tiefen Sinn steckt so viel Kraft und Eigenart, so viel scharfe Menscen- und Tierbeobachtung, so viel Verstehen, so viel Geist, Witz und Humor, dass die Wirkung bei Erwachsenen und Kindern gelich gross sein muss. Zumal da die Bilder, erfüllt von echtem Leben, den Stoff nicht nur versinnlichen, sondern ihn uns von einer neuen Seite beleuchten und nahebringen. Jedes Bild und die Gesamtheit der Bilder offenbart ursprüngliches deutches Empfinden und Geniessen und verrät höchstes Entwiclungsgefühl für Rhythmik und Schönheit. Dabei ist die innere Einheit und die ässere Gestaltung von Wort und Bild so geschlossen, so harmonisch, dass die Erlebtheit des Schaffenden unmittelbar zum seelischen Ergriffensein des Beschauers wird. Ein Mann, der im einfachen Märchen schilcht, innig, zart, Grosses künden kann, interessiert auch in der Richtung auf das Allgemeine. Professor E. W. Bredt hat im Hugo Schmidtschen Kunstbrevier (München) ein Bändchen "Christian Bärmann" erscheinen lassen, in dem er mit feinsinnigem Verständnis, liebvoller Hingabe und unerschöpflichem Glauben an die Künstlermission Bärmanns von dessen Art und Werdegang Berichtet. Achtzig meisterlich ausgewählte Abbildungen von Bärmanns Arbeiten (fast alle mit tiefschürfenden, geradezu vollendeten Anmerkungen versehen) unterstützen das Verständnis für des Küntlers Wolen und Schaffen. Der Verlag hat beide Werke buchmässig glänzend augestattet. Er kündet weitere Neuerscheinungen von Bärmann an. Man kann, den Honrichen und dem Kunstbrevier nach zu schliessen, gespannt darauf sein.

          Bayer. Statszeitung (Maxim. Bogenstätter)

          Man lernt einen in ernstester Selbstzucht vorwärts strebenden Künstler kennen, voller Lust zu fabulieren, voll gütigen Humors, der so herzlich mit den Kleinen in seinen entzückenden Märchen spielen und lachen kann, der aber zugleich hinlängliche Proben einer ganz persönlichen, ganz vertieften Weltanschauung gibt, die aus dem Urgrunde schöpft und die dunklen Gefühle des Unbewussten kennt, einen phantasiebegabten Philosophen, Romantiker und Dichter. Auf die bevorstehenden Veröffentlichungen der Märchen Bärmanns dürfen wir uns freuen.

          Hermann Nasse im "Bayerland"

          Die Honriche. Ein Märchen von Christian Bärmann. Der Münchener Maler und humorvolle Märchendichter Bärmann, auf dessen vielseitige und einfallfrohe Fabulierkunst in Wort und Bild wir kürzlich hinwiesen, hat in seinem Märchen von den Hornichen eine Gabe auf den Büchertisch gelegt, die jung und alt gleicherweise Freude bereiten kann. Wie die gute Kröte den übermütigen Blumenengeln ihre bösen Streiche heimzahlt, das ist sehr originell und erquicklich in Text und Zeichnung veranschaulicht. Der Verlag hat das Märchen bemerkenswert gut ausgestattet.

          Münchner Neueste Nachrichten

          EIN MODERNER SPITZWEG

          In der ersten Reihe der Kunstbreviere von Hugo Schmits Verlag in München ist ein Band erschienen; Chr. Bärmann, Märchen und Bilder, herausgegeben von E. W. Bredt mit 80 Abbildungen. Der Künstler wird für viele ein ganz neuer sein und doch allen bald so vertraut wie irgendeiner der lieben alten Romantiker und Märchenerzähler der deutschen Heimat. Für seine Freunde wird dieses Buch die Auflärung sein über Bärmanns Entwicklung zum Künstler und Dichter, für Kunstfreunde aber eine Endeckung… "Märchen und Bilder" heisst das Buch, d.h. die köstlichen Bilder von Mäusen, Vögeln, von Musikanten und Trinkern, von Riesen und nackten Kindern stellen eben ein Märchen dar, die der Maler und Dichter Christian Bärmann uns erzählt.. "Geboren aus ursprünglicher Unbefangenheit, ist Bärmanns Welt hell und farbig und gross nach aussen und innen und voll Güte zu allem Menschlichen! Daraus erklärt sich auch der selbst durch gruselige Bilder schimarnde wahre Humor, der Bärmann zu eugen ist… "

          Der Tag, Berlin

          ..Meisterhafte Landschaftsbilder wechseln mit aparten, verblueffend wirkenden Genreszenen, Aktstudien mit Tierbildern, deren Naturtreue trotz karikaturisticher Behandlung frappant ist, poetische Märchenillustrationen mit sehr originellen Vignetten.

          Neue Freie Presse, Wien.

          … Ein neues Bändchen (Kunstbrevier) dem gemütvollen Humoristen und Illustratoren Bärmann gewidmet, der wohl der guten deutschen Tradition von bildnersischen Erzählern wie Schwind, Oberländer zuzuzählen ist.

          München-Augsb. Abendzeitung.


          … Ein Urdeutscher, wie Richter oder Schwind, sieht er die Dinge mit Märchenaugen, sieht und malt Märchen und schreibt auch selbst den Text dazu.

          Die Fahne


          … Ein egenartiges, mit 80 Abbildungen des Künstlers geschmücktes Buch (Kunstbrevier Bärmann), das jedem Winachtstisch zur Zierde gereichen muß.

          Deutscher Kurier für die Niederlande.


          Wenn sich einer heute noch Sinn und Herz bewahren konnte, Märchen zu erzählen, und seine Bilder selber dazu beisteuert, so kann man das ein großes Glück nennen. Diese schöne Begabung zeigt so recht ein ehemaliger Würzburger Schneiderlehrling, dem es auch auf seines Meisters Bude sicherlich schon ganz märchenhaft zumute war und der dabei bucklige Nähte machte und schiefe Hosen und Röcke, die nie saßen. Bei ihm durfte man auch wohlmeinend sagen: Schneiderlein, bleib nich bei deiner Nadel, denn er kann ws Selteneres und es wäre doppelt schade gewesen, wenn er lebeslänglich Anzüge für teures Geld gemacht hätte, die ihren Bestellern nicht geseßen hätten Seine Märchen und Bilder aber sitzen… Ja das ist ein ganz wunderlicher Würzburger, dieser Christian Bärmann. Ein Träumer, phantastisch und trunken im nüchternen Alltag. Humorvoll und witzig weiß er nächtliche Spkgeschichten greifbar und überzeugend zu gestalten. Unbekümmert um die jeweiligen Kunstströmungen der Zeit, um momentane Modeäußerungen bleibt er bei seiner Elle und schneidet mit seiner Schere aus dem so vielgestaltig gewebten Tuch, das das Leben heißt, heraus, was ihm seine Phantasie eingibt. Und weil er sich seinen Vorstellungen kühn vertraut, diese herzhaft zum Ausdruck bringt und alles einem echten nneren Born enströmt, drum -uberzeugen diese Art von Bildern und Geschichten.

          Frankfurter Zeitung, Frankfurt


          ...Diese beleibten, beseelten Frösche, die w-urdevollen Spitzmäuse in menschlichen Szenen und die in ganz einfachen, aus der Stimmung heraus gewählten Linien gemalten Landschaften zeigen soviel Seele, daß man ohne weiteres auf eine starke, gehaltvolle Persönichkeit schließt. Daß insbesondere Burghausen a.d. Salzach so reichlich vom Künstler bedacht wurde, hat seinen schalkhaften Grund wohl darin, daß hier des Künstlers Brautfahrt war… Kein Bild, das der Künstler gemalt, ist vielleicht so ganz ihn widerspiegelnd als der "Sternensammler". Ein alter, -ubergroßer b-artiger Mann aus dem Volk geht in tiefer Nacht vors Dorf auf eine H-ohe und holt sich die Sterne vom Firmament und sammelt sie in seinem Sack. Zuletz greift er mit seiner harten Arbeitshand auch nach dem Mond und man meint fast, er kriegt ihn auch noch in seine Tasche. Im Dunkel der Nacht sieht man links und rechts einige Bauern ausreißen. Die faßen das nicht, daß der Mann aus der Glut des Herzens und der Einfachheit der Arbeit das Höchste einfach greifen kann und in seinen Sack steckt. Das is Christian Bärmann.

          Fränkischer Kurier, Nürnberg.


          Ein Meister der Illustration

          Die große farbige Veröffentlichung des "Märchens vom Riesen Ohl" von dem in München lebenden Maler und Illustrator Christian Bärmann hat bei ihrem Erscheinen schon Aufsehen in den kunstliebenddn Kreisen erregt und den Ruf Bärmanns stark befestigt. Wenn es kein Zufall ist, daß das deutsche Volk jene Künstler noch immer am höchsten geschätzt, am nachhaltigsten geehrt hat, deren Bilder den Märchen und Erzählungen gleichstehen, wenn Richter und Schwind, wenn Spitzweg, Neureuther, Schrödter und Pocci, wenn Erzähler wie Andersen und Grimm, Eichendorff, Stifter oder Mörike zum Besten deutscher Kunst zählen, dann ist die Zeit nahe, in der auch Bärmann zu den allgemeinen Freunden des deutchen Hauses gehören wird. Bärmann ist nicht nur der Künstler mit dem Stift, er ist, wie Busch, auch der Erzähler selbst; er dichtet seine Märchen mit Feder und Stift, deshalb hängen auch Wort und Zeichnung so harmonisch zusammen. Es ist ja überhaupt das Harmonische einer schöpferischen Persönlichkeit, was uns in ihren Bann zieht… Wie sonderbar und herrlich hat er einmal eine Neujahrsnacht geschildert, indem er von einer Anhöhe aus gleichsam in das verschneite Städtchen hineinschaut wie von einer höheren Warte. Oben sieht man gerade noch auf dem Turm die Bläser, unten breitet sich im Mondschein die Landschaft, ein See, beschneite Hügel, und auf dem Marktplatz ein Gewirr von Menschen.

          Hamburger Illustrierte Zeitung


          Seit Grandville, dem Illustrator von "Gullivers Reisen", mußte die Tierzeichnung mit der Entwicklung der Naturwißenschaft eine große innere Veränderung durchmachen… Der bekannte Münchner Kunstmaler Christian Bärmann ist in die Fußtapfen Grandvilles getreten, aber natürlich als ein Kind seiner eigenen Zeit, ausgestattet mit einer prächtigen modernen Technik und mit wißenschaftlichem Rüstzeug. Er gibt uns seine Tiere so, wie die Naturkunde sie uns schon gelehrt hat und wenn we sie beseelt, um in den Sinn der Tiergeschichten, die sie illustrieren sollen, einzugehen, geschieht es aus ihrer eigenen Wesenheit heraus. … Ein solcher Illustrator hätte dem viel zu wenig gewürdigten Kurd Laßwitz, dem deutschen Jules Verne, wie man ihn genannt hat, nötig getan.